22.01.2012 | 16:55
Von rar bis Star: Unsere 9 liebsten und außergewöhnlichsten Filmmusiken!
Klarer Fall: Ein Best-Of der Soundtracks darf "Once" nicht vorenthalten. Glen Hansards mehrfach Oscar-prämierte Filmmusik ist die Mutter aller Soundtracks der Gegenwart. Die Einfühlsamkeit und der Abwechslungsreichtum des Albums ist unübertroffen. Mit der meloromantischen Filmvorlage im Rücken ist ihm ein Werk gelungen, das folgende Generationen im Herz berühren wird.
Nicht anders ergeht es da den fiilligran erarbeiteten Soundtracks von Quentin Tarrantino, deren Songauswahl der Legende nach komplett der privaten LP-Sammlung des Regisseurs entstammt. Neben dem zum Kult avancierten "From Dusk Till Dawn" hat sich vor allem sein jüngster Film "Django Unchained" eine Position in unserer Lieblings-Soundtrack-Liste verdient, paart er modernen Westertwang doch mit dem Tarrantino-typischen Retrofaktor.
Weniger bekannt aber nicht minder großartig sind dagegen die Soundtracks, für deren Vertonung sich einzelne Bands einer ganz besonderen Aufgabe widmeten.
Nur wenigen ist zum Beispiel bekannt, daß die Dischord-Helden Fugazi einst mit "Instrumental" einen Film-Soundtrack schrieben, der gleichsam eine Hommage an das Independent-Kino als auch ein Ausbruch aus ihren eigenen, dogmatischen Grenzen war.
Erwähnenswert sind auch Calexico, die mit "Circo" der Multiinstrumentalität ihrer Band die Krone aufsetzten und das Kunststück vollbrachten, Zirkus-Magie hörbar zu machen, ohne ihre eigenen, Folk-lastigen Sound zu vernachlässigen. Gänzlich wunderbar!
Ein Trip ganz besonderen Ausmaßes ist "Year Zero" von Black Mountain. Die Jagjaguwar-Veteranen steuerten für diesen Soundtrack je fünf alte und fünf unveröffentlichte Stücke bei, die wie ein drogenbehafteter, analoger Psycho-Rock Bastard durch die Soundwüsten wabert.
Als besondere Filmklassiker mit herausstechenden Soundtracks sind uns diese drei besonders im Ohr geblieben: Taxi Driver: Wegen seiner atemlosen Rastlosigkeit. City Of God: Wegen des stimmungsvollen Ganzen. Und Anatomy Of A Murder. Weil Duke Ellington in Otto Premingers Meisterwerk den Zenith seines künstlerischen Schaffens erreichte und es einer der ersten Filme war, der wagte, einen so düsteren Plot mit ausladend viel Jazz zu untermalen.